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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-06-01 - 2020-05-31

Das Projekt REEF 2W will Lösungen für bessere Energieeffizienz und vermehrte Nutzung von erneuerbarer Energie in öffentlichen Einrichtungen finden. Dazu sollen Verfahren zur gemeinsamen Behandlung von organischen Abfällen und Abwasser in Kläranlagen (organic waste and of wastewater = 2W PLANTS) weiterentwickelt und demonstriert werden. Dabei sollen i) die Technologien zur Verwertung verschiedener organischer Abfälle (aus der Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie sowie Grünschnitt) geeignet sein und ii) die Integration dieser Prozesse in bestehende Kläranlagen optimiert werden. Dadurch sollen die Energieeffizienz der und die Energiegewinnung aus Kläranlagen (z.B. Elektrizität, Wärme, Biogas, Methan) gesteigert und 2W PLANTs Energielieferanten in das öffentliche Netz werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-05-01 - 2017-10-31

Die Trinkwasserinstallationen eines Gebäudes stellen den letzten Abschnitt einer sich verzweigenden Leitungsführung von der Quelle zum Verbraucher dar. Auch wenn es sich gleichsam um die letzten Meter vor dem Ziel handelt, betonen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen die besondere Bedeutung der Hauswasserleitungen für die Wasserqualität und erkennen hier gar die Hauptquelle bakterieller Kontamination. Untersuchungen zur Wasserqualität am Punkt des Verbrauchs – also am Wasserhahn des Konsumenten – sind wesentlich seltener als jene im Netz des Wasserversorgers, der strenge Qualitätsvorgaben erfüllen und regelmäßige Überprüfungen durchführen muss, dessen rechtliche Verantwortung aber an der Übergabestelle des Wassers im Gebäude endet. Es muss daher ein vordringliches Ziel sein, den Wissensstand über den Qualitätszustand des Wassers beim Verbraucher zu erweitern und langfristige Strategien zur Sicherung der Wasserqualität zu erarbeiten. Zur Beurteilung der mikrobiologischen Qualität von Trinkwasser bieten sich verschiedene Verfahren an. Eine klassische Herangehensweisen ist der Einsatz von Kultivierungsmethoden, welche allerdings als recht zeitintensiv gelten können. Auch hat sich gezeigt, dass sich bei weitem nicht alle Bakterien kultivieren lassen. Eine deutlich jüngere Methode in der Trinkwasseanalytik ist die Durchflusszytometrie. Sie erlaubt die Quantifizierung der im Wasser lebenden Bakterien – oder Zellen im Allgemeinen - mit hoher Genauigkeit und auf sehr schnelle Weise. Das hier vorgestellte Projektvorhaben setzt sich zum Ziel mithilfe der Durchflusszytometrie in Kombination mit einer ATP-Bestimmung die mikrobiologische Wasserqualität am Endpunkt des Leitungsnetzes zu erfassen. Um ein möglichst wirklichkeitsgetreues Ergebnis zu garantieren, sollen die Untersuchungen in ausgewählten Gebäuden Wiens erfolgen. Der Vergleich mit der Wasserbeschaffenheit am Übergabepunkt bildet dabei die notwendige Basis die „Blackbox“ Hausinstallation aus trinkwasseranalytischer Sicht zu beschreiben. Die Resultate der Untersuchungen sollen einerseits einen ersten quantitativen Rahmen – typische Bakterienkonzentrationen - vorgeben, an dem sich zukünftige Untersuchungen orientieren können, andererseits konkrete Optimierungspunkte aufzeigen und zu einem besseren Systemverständnis beitragen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2016-08-01 - 2019-01-31

Eine der Kernaufgaben der siedlungswasserwirtschaftlichen Infrastruktur besteht in der sicheren Ableitung und unter Umständen Reinigung von Niederschlagswasserabflüssen. Hierfür sind unterschiedliche Verfahren möglich, wie beispielsweise die Ableitung zu Abwasserreinigungsanlagen in Mischsystemen oder auch die dezentrale Niederschlagswasserbehandlung vor Ort durch Versickerung oder durch Einleitung in ein nahe gelegenes Gewässer. Unter Umständen kann dabei auch eine Vorreinigung des Niederschlagsabflusses notwendig sein, um die Gewässerqualität zu bewahren. Eine fundierte Entscheidungsfindung welches System geeignet ist sollte unter Einbeziehung verschiedenster Einflussfaktoren möglichst objektiv durchgeführt werden. Beispiele für zu berücksichtigende Einflüsse sind Zustand und Alter der bestehenden Anlagen (Kanäle, Versickerungsanlagen, Vorreinigungen), Besiedlungsdichte, Sensibilität von Grundwasserkörpern und Gewässern inklusive etwaiger Vorbelastung, vorhandene organisatorische Strukturen für Wartung und Betrieb der Anlagen, erwartete Bevölkerungsentwicklung und Änderungen in der Flächennutzung oder mögliche klimatische Änderungen. Zusätzlich ist es notwendig, Konsequenzen eines Systemwechsels auch in einer unter Umständen mehrere Jahrzehnte dauernden Übergangsperiode zu berücksichtigen. Diese können technischer, organisatorischer oder finanzieller Natur sein. Gleichzeitig ist es auch für die Netzbetreiber wichtig, vorausschauend zu planen, da sie sich beispielsweise vertraglich oft langfristig zur Übernahme von Einleitungen verpflichten und ein Übergang nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch und finanziell (z. B. in der Gebührenstruktur) erfolgen muss. Die drei siedlungswasserwirtschaftlichen Schwesterinstitute an der Universität Innsbruck, der BOKU Wien und der TU Graz haben das Ziel in einem gemeinschaftlichen Forschungsprojekt nachhaltige Lösungen der Niederschlagswasserbehandlung in Österreich aus technisch-betrieblicher, umweltrelevanter, organisatorischer, finanzieller und gesellschaftlicher Sicht zu untersuchen und Empfehlungen für eine nachhaltige Entwicklung abzugeben. Das Ergebnis des Projektes wird ein umfassender Leitfaden sein, der Entscheidungswerkzeuge (z. B. Entscheidungsbäume, Entscheidungsmatrix) beinhaltet, um in einem ganzheitlichen Ansatz Empfehlungen für die langfristig beste Wahl des Entwässerungsverfahrens zu geben. Der Fokus liegt hier auf dem ländlichen österreichischen Raum.

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