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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-10-22 - 2017-12-21

Der Forschungsreaktor München II (FRM‐II) wird seit Betriebsbeginn mit waffengrädigem, hochangereichertem Uran (HEU) betrieben. Dem gegenüber stehen internationale Bemühungen der letzten vier Jahrzehnte, einen HEU‐Verzicht für Forschungsreaktoren global durchsetzungsfähig zu machen – insbesondere durch Rückgriff auf bzw. Entwicklung von schwach angereicherten Brennstoffen (LEU) hoher Dichte. Aus verschiedenen Gründen (Standortauswahlgesetz, Verfügbarkeit von HEU‐Brennstoff und Kapazität des Nasslagers für abgebrannte Brennelemente am Standort) gewinnt die Frage einer adäquaten Behandlung der abgebrannten Brennelemente und der Umrüstung des Reaktors von HEU auf LEU an Aktualität. Die in diesem Zusammenhang stehenden Fragen des Nationalen Begleitgremiums (gemäß Endlagergesetzgebung) werden in einem wissenschaftlichen Gutachten entsprechend dem Stand von Wissenschaft und Technik beantwortet: 1) Welche Probleme können diese hochradioaktiven Abfälle für die Vermeidung von Proliferation bereiten? 2) Zu welchen Sicherheitsrisiken kann eine Zwischenlagerung der Abfälle führen, etwa im Zwischenlager Ahaus? 3) Welche Probleme können diese Abfälle bei einer Endlagerung in Deutschland verursachen? 4) Wie kann auf den Einsatz von hochangereicherten Uran zukünftig verzichtet werden, um die weitere Produktion dieser Abfälle zu verhindern? 5) Wie kann und müssen abgebrannte Brennelemente aus hochangereichertem Uran für eine Endlagerung in Deutschland bearbeitet werden? Besonderes Gewicht wird verabredungsgemäß auf die wissenschaftliche Beantwortung der Frage 4 gelegt.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-11-01 - 2018-12-31

Im Rahmen der Europäischen Union besteht Einigkeit darüber, dass bis 2050 ein möglichst weitgehender CO₂ - Ausstieg realisiert sein muss, um das übergreifende Ziel des Klimaschutzes erreichen zu können. Gegenwärtig spielen fossile Energieträger, wie Kohle, Öl und Gas, und damit auch deren CO₂ - Emissionen, aber noch eine bedeutende Rolle; ebenso setzt eine Reihe von europäischen Ländern weiterhin auf Kernenergie oder erwägt den umstrittenen Einsatz von CCS (Carbon Capture & Storage). Für Österreich gilt demgegenüber die klare Zielsetzung: Verzicht auf nukleare und fossile Energietechnologien. Der österreichische Weg muss also auf effiziente erneuerbare Energietechnologie setzen, die im Betrieb CO₂-frei und im Herstellungsprozess möglichst CO₂-arm bzw. möglichst rohstoff- und energieeffizient ist. Erfolgversprechend ist dieser Weg nur, wenn der dazu notwendige systemische Umbau in vielen sozio-technischen Bereichen perspektivisch klar und technologisch überzeugend unterfüttert ist, neuerliche technologische Sackgassen vermieden werden und zielführend nützliche Innovationen erkannt und unterstützt werden. Zu diesem Planungs- und Reflexionsprozess, der mögliche oder notwendige Orientierungen und Nachjustierungen in der Energiewendepolitik sichtbar, diskutierbar und planbar macht, will das Projekt einen Beitrag leisten, der sich auf den Ansatz einer prospektiven Technikfolgenabschätzung stützt. Das Projektergebnis ist eine wissenschaftlich fundierte Ausarbeitung, die Grundlagenwissen entsprechend der fokusierten Projektinhalte aufarbeitet und einschätzbar macht. Sie wendet sich insbesondere an politische Entscheidungsträger, aber auch interessierte BürgerInnen, die tiefere Einblicke gewinnen wollen. Darüber hinaus sind wissenschaftliche Publikationen geplant.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-03-01 - 2019-02-28

In dem Projekt wird die, in den von der Firma „pureselfmade“ angebotenen Kursen gebaute, Kleinwindkraftanlage 2FPiggott hinsichtlich ihres Energieeinsatzes und ihrer Stoffflüsse untersucht um das Produkt zukünftig ressourcenschonender zu gestalten sowie die Dienstleistung (Kurse) wissenschaftlich basiert neu zu gestalten. Der kumulierte Energieaufwand des gesamten Lebenszyklus der 2FPiggott Anlage wird erhoben. Dies umfasst eine Analyse aller verarbeiteten Materialien basierend auf deren eingesetzter Menge. Sowohl die Herstellung der Materialen, als auch die Entsorgung bzw. Weiterverarbeitung wird betrachtet. Basierend auf den erhobenen Daten wird weiter ermittelt, welche Bauteile und Materialien den größten Teil des Energieaufwands bzw. des Global Warming Potentials verursachen und in wie weit diese in zukünftigen Kursen ersetzt werden können. Ziel ist ein geschlossener Kreislauf der Produktionskette (gradle to gradle) sowie die direkte Integration der generierten Wissensbasis in das Kurskonzept von „pureselfmade“.

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