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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-01-01 - 2019-12-31

Die Pilotstudie soll die Grundlage schaffen für eine umfangreichere Untersuchung, die a) das mögliche Konfliktpotenzial von Gene Drives klärt und b) die Maßnahmen erforscht, die am besten geeignet sind, um entsprechenden Bedrohungen zu begegnen. Entscheidend ist dafür aber zunächst die Frage, ob Gene Drives das Potenzial besitzen, gezielt bzw. als Waffe eingesetzt zu werden. Daneben ist zu klären, in welcher Art auch aus ihrer intendierten Anwendung zu friedlichen Zwecken Konflikte erwachsen bzw. befördert werden können.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2019-01-01 - 2022-12-31

Das Hauptziel von NANORIGO (NANOtechnology RIsk Governance) ist die Entwicklung und Umsetzung eines transparenten, transdisziplinären und wissenschaftsbasierten Risk Governance Framework (RGF) zum Management von Nanotechnologierisiken im Hinblick auf den sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Nutzen. Es wird ein neuer Risikomanagementansatz entwickelt, der auf verfügbaren hochwertigen Daten und fortschrittlichen wissenschaftlichen Instrumenten basiert, die für die Entscheidungsfindung von Industrie und Aufsichtsbehörden entwickelt wurden und auf der Kommunikation mit allen Beteiligten (Aufsichtsbehörden, Branchen, Politikern, Zivilgesellschaft) beruht. Das RGF wird eine Lebenszyklusperspektive verwenden und vorhandenes Wissen über ethische, soziale, ökologische und wirtschaftliche Belange in ein benutzerfreundliches Format integrieren, das leicht angepasst und in Regelungen für die Gefährdungs-, Expositions- und Risikobewertung sowie das Management von Nanomaterialien übertragen werden kann. Sie umfasst: (i) Risikomanagementstrategien, die auf verstärkten Instrumenten zur Beratung und Entscheidungsfindung bei der Risikobewertung basieren, (ii) validierte Methoden zur Ermittlung potenzieller Gefahren und Risiken und (iii) eine webbasierte Informations- und Kommunikationsplattform um den Zugang zu qualitativ hochwertigen Daten und ein klares Risikoverständnis der Stakeholder sowie deren wertvolles Feedback zu erleichtern. Der NANORIGO-Arbeitsplan besteht aus 7 Arbeitspaketen, die alle wesentlichen Aspekte der Risikosteuerung abdecken. Ein eigenständiger European Risk Governance Council (ERGC) wird von NANORIGO und allen relevanten Stakeholdern installiert und implementiert und in enge internationale Strukturen eingebettet, in enger Zusammenarbeit mit dem International Risk Governance Center (IRGC). Fallstudien zeigen die Nachhaltigkeit von Lösungen und ihre konsequente Integration in regulatorische Anwendungen unter realen Bedingungen. Die Zusammenführung aller Interessengruppen unter einem gemeinsamen Dach wird es ermöglichen, die am besten geeigneten Steuerungsinstrumente und -rahmen für zukünftige Wissenschaft und regulative Forschung zu integrieren, die Konsistenz der Managementansätze in der EU zu fördern und internationale Synergien zu erreichen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-11-01 - 2021-02-28

Die Anwendung von Gene-Drives (GD) in wild lebenden Organismen (Vektoren menschlicher und tierischer Krankheiten; Schädlingen; invasiven Arten) ist mit der raschen Entwicklung neuer molekularbiologischer Methoden in greifbare Nähe gerückt. Die rasch steigende Anzahl von Publikationen zeigt, dass mit Nachdruck in den Laboren an dieser Technik gearbeitet wird. Aufgrund der potentiellen Umweltauswirkungen von globalen GD (speziell: Zusammenbruch von Populationen bis hinzu Arten) wird auch an Konzepten zur zeitlichen und räumlichen Begrenzung von GD gearbeitet. Solche GD sind bislang weder zur Marktreife entwickelt noch unter Freilandbedingungen getestet worden. Da in Gene Drive-tragenden Organismen (GDO) artfremde Gene mit biotechnologischen Methoden ins Erbgut der Zielart eingesetzt werden und dort verbleiben, fallen GDO in der EU unter das Gentechnikrecht. Unklar ist jedoch, ob die aktuellen Methoden und Leitlinien zur Risikobewertung von GVO auf GDO anwendbar und ausreichend sind. GDO unterscheiden sich in einer Reihe von Eigenschaften von klassischen GVO. Angesichts dieser Unterschiede werden die aktuellen Leitlinien für die Risikobewertung von GVO als unzureichend eingeschätzt, um die Auswirkungen von GDO nach einer Freisetzung sicher bestimmen zu können. Das aktuelle F+E Vorhabens trägt dazu bei, die wissenschaftlichen Grundlagen für eine Risikobewertung und für das Monitoring für GDO zu unterstützen.

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