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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-11-01 - 2021-02-28

Die Anwendung von Gene-Drives (GD) in wild lebenden Organismen (Vektoren menschlicher und tierischer Krankheiten; Schädlingen; invasiven Arten) ist mit der raschen Entwicklung neuer molekularbiologischer Methoden in greifbare Nähe gerückt. Die rasch steigende Anzahl von Publikationen zeigt, dass mit Nachdruck in den Laboren an dieser Technik gearbeitet wird. Aufgrund der potentiellen Umweltauswirkungen von globalen GD (speziell: Zusammenbruch von Populationen bis hinzu Arten) wird auch an Konzepten zur zeitlichen und räumlichen Begrenzung von GD gearbeitet. Solche GD sind bislang weder zur Marktreife entwickelt noch unter Freilandbedingungen getestet worden. Da in Gene Drive-tragenden Organismen (GDO) artfremde Gene mit biotechnologischen Methoden ins Erbgut der Zielart eingesetzt werden und dort verbleiben, fallen GDO in der EU unter das Gentechnikrecht. Unklar ist jedoch, ob die aktuellen Methoden und Leitlinien zur Risikobewertung von GVO auf GDO anwendbar und ausreichend sind. GDO unterscheiden sich in einer Reihe von Eigenschaften von klassischen GVO. Angesichts dieser Unterschiede werden die aktuellen Leitlinien für die Risikobewertung von GVO als unzureichend eingeschätzt, um die Auswirkungen von GDO nach einer Freisetzung sicher bestimmen zu können. Das aktuelle F+E Vorhabens trägt dazu bei, die wissenschaftlichen Grundlagen für eine Risikobewertung und für das Monitoring für GDO zu unterstützen.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-06-01 - 2019-05-31

In dem Projekt wird die Kleinwindkraftanlage SW5 hinsichtlich ihres Energieeinsatzes in der Produktion untersucht. In einem ersten Schritt wird der kumulierte Energieaufwand des gesamten Lebenszyklus der 5kW-Kleinwindkraftanlage SW5 erhoben. Dies umfasst eine Analyse aller verarbeiteten Materialien basierend auf deren eingesetzter Menge hinsichtlich Herstellung sowie Entsorgung und Weiterverarbeitung. Basierend auf den erhobenen Daten wird in einem zweiten Schritt ermittelt, welche Bauteile und Materialien den größten Teil des Energieaufwands verursachen und in wie weit diese substituiert werden können. In einem dritten Schritt werden mögliche Alternativmaterialen bzw. Produktionsmöglichkeiten betrachtet. Folgende Forschungsfragen gilt es zu beantworten: Sind Kleinwindkraftanlagen wie die SW5 energetisch effizient? Wie groß ist deren Beitrag zum Klimaschutz? Wie kann eine Kleinwindkraftanlage nachhaltiger gestaltet werden?
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-10-22 - 2017-12-21

Der Forschungsreaktor München II (FRM‐II) wird seit Betriebsbeginn mit waffengrädigem, hochangereichertem Uran (HEU) betrieben. Dem gegenüber stehen internationale Bemühungen der letzten vier Jahrzehnte, einen HEU‐Verzicht für Forschungsreaktoren global durchsetzungsfähig zu machen – insbesondere durch Rückgriff auf bzw. Entwicklung von schwach angereicherten Brennstoffen (LEU) hoher Dichte. Aus verschiedenen Gründen (Standortauswahlgesetz, Verfügbarkeit von HEU‐Brennstoff und Kapazität des Nasslagers für abgebrannte Brennelemente am Standort) gewinnt die Frage einer adäquaten Behandlung der abgebrannten Brennelemente und der Umrüstung des Reaktors von HEU auf LEU an Aktualität. Die in diesem Zusammenhang stehenden Fragen des Nationalen Begleitgremiums (gemäß Endlagergesetzgebung) werden in einem wissenschaftlichen Gutachten entsprechend dem Stand von Wissenschaft und Technik beantwortet: 1) Welche Probleme können diese hochradioaktiven Abfälle für die Vermeidung von Proliferation bereiten? 2) Zu welchen Sicherheitsrisiken kann eine Zwischenlagerung der Abfälle führen, etwa im Zwischenlager Ahaus? 3) Welche Probleme können diese Abfälle bei einer Endlagerung in Deutschland verursachen? 4) Wie kann auf den Einsatz von hochangereicherten Uran zukünftig verzichtet werden, um die weitere Produktion dieser Abfälle zu verhindern? 5) Wie kann und müssen abgebrannte Brennelemente aus hochangereichertem Uran für eine Endlagerung in Deutschland bearbeitet werden? Besonderes Gewicht wird verabredungsgemäß auf die wissenschaftliche Beantwortung der Frage 4 gelegt.

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