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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-10-01 - 2022-04-30

Die Hauptaufgabe der Landwirtschaft ist die Produktion von Lebensmitteln in guter Qualität und ausreichender Menge. Da jedoch in und mit der Natur produziert wird, ist die landwirtschaftliche Produktivität von Klimaveränderungen besonders stark beeinflusst. Für die landwirtschaftlichen Produktionsgebiete im Nordosten Österreichs werden eine Temperaturzunahme sowie eine Änderung der Niederschlagsverteilung prognostiziert. Daher ist vor allem während der Vegetationsperiode mit zunehmend trockenen Verhältnissen zu rechnen. Bei bewässerten Kulturen ist ein zunehmender Wasserbedarf zu erwarten; möglicherweise müssen auch bisher nicht bewässerte Kulturen bewässert werden. Die Wahl des Bewässerungssystems hängt in erster Linie von wirtschaftlichen und praktischen Aspekten ab. Die Erhöhung des Anteils von Tropfbewässerungssystemen ist aus ökologischer Sicht erstrebenswert und erfordert deshalb eine genauere Untersuchung in Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und Anwendbarkeit bei unterschiedlichen Kulturen und Umweltverhältnissen (Witterung, Boden). Eine effiziente Bewässerung sollte sich grundsätzlich am Wasserbedarf der Pflanze orientieren. Aus ökonomischer und ökologischer Sicht sollte also genau so viel bewässert werden, wie die Pflanze benötigt. Eine genaue Methode der Bewässerungssteuerung basiert auf der kontinuierlichen Messung des Bodenwasserstatus mittels Sensoren. Die erforderliche Menge und der optimale Zeitpunkt der Bewässerung werden dabei aus der Pflanzenwasseraufnahme und dem verfügbaren Bodenwasser abgeleitet. Die Forschungsziele sind: (1) Evaluierung verschiedener Bewässerungssysteme, insbesondere Tropfbewässerung (2) Einrichten und Optimieren einer Bodenwassermessstation für bedarfsorientierte Bewässerungssteuerung (3) Anwendung und Praxistest eines Entscheidungshilfesystems für bedarfsorientiertes Bewässerungsmanagement (4) Entwicklung von Bewässerungsempfehlungen für ausgewählte Kulturen am Standort Obersiebenbrunn
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-09-01 - 2022-08-31

SHui is conceived as a network integrating long-term experiments of its 19 academic and SME partners across different environmental conditions and cropping systems in the EU and China. It provides a platform for research on soil-water resources management under water scarce conditions, to better understand the linkages between agricultural soil hydrology and sustainability and for a systematic assessment of adaptation and mitigation methods. It will develop and implement new strategies to increase water use efficiency and yield, based on sustainable intensification through integrated use of soil and water across different spatial scales. At farm level, this includes digital agriculture solutions integrating in situ and remote sensors and simulation models to exploit an improved understanding of the relationship between crop yield variability and soil hydraulic properties, optimizing circular approaches to re-use water and using waste water sources. These technical approaches are reliant on optimum data utilization and transdisciplinary research with multiple stakeholders. At regional scales, the aggregation of biophysical and socioeconomic variables in dynamic models will evaluate the impact of different policy strategies, to support decision makers to evaluate different scenarios of land-use dynamics, economic context and current and future climate in EU and China, including assessments of water and carbon footprint. SHui will exploit scientific, technological and social innovations by disseminating and communicating these to multiple stakeholders, and implementing novel technological packages from farm to large regional scales. It aims to make a significant contribution to the EU and China Research Agenda for Agriculture in providing food security and optimum use of scarce soil and water resources.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-04-01 - 2020-03-31

Bodenerosionsprozesse hängen wesentlich von der Energie des Niederschlages ab. Diese stellt eine Funktion der Größe und Fallgeschwindigkeit der Regentropfen dar. Interaktionen zwischen Tropfengröße, -geschwindigkeit und –form, Windgeschwindigkeit und Intensität des Ereignisses bestimmen die Kraft des erosiven Regens. Nimmt die Tropfengröße zu steigt auch ihre Fallgeschwindigkeit und ihr Impuls, was sich auf das Loslösen der Bodenpartikel und auf Transportprozesse auswirkt. Über die Charakteristika von Tropfengrößen gibt es nur beschränkt Daten. Die meisten Untersuchungen wurden unter Laborbedingungen durchgeführt, nur wenige Studien erfolgten unter natürlichen Bedingungen im Feld, wobei stets nur wenige Ereignisse gemessen wurden. Ziele des Projektes bestehen in 1) der Quantifizierung und dem Vergleich der Tropfengrößenverteilung von Niederschlagsereignissen an vergleichbaren Standorten in Österreich, Tschechien und Neuseeland, 2) der Ableitung von Beziehungen zwischen kinetischer Niederschlagsenergie (KE) und Regenerosivität, 3) der Abschätzung von zeitlichen/saisonalen Variabilität der KE-I Beziehungen und 4) Untersuchung zwischen Regenerosivität und Bodenerosion. An mehreren Standorten in Österreich, Tschechien und Neuseeland sind bzw. werden Distrometer installiert und die die kinetische Energie von Niederschlägen sowie deren Erosivität analysiert. Beziehungen zwischen kinetischer Regenenergie und –intensität werden im Hinblick auf saisonale/monatliche Variabilität untersucht. Für jene Stationen, bei welchen auch Winddaten registriert werden, erfolgt die Abschätzung des Windeinflusses auf die kinetische Energie. Direkt neben den Distrometern werden kleine Erosionsplots installiert, um die erosionauslösende Wirkung dieser Niederschlagsereignisse zu erfassen. Anhand aller Messdaten sollen die bestehenden Beziehungen zwischen Regenenergie und Bodenloslösung und-transport überprüft und gegebenenfalls modifiziert werden.

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