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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-11-20 - 2018-12-19

Aufgrund der Ergebnisse der Untersuchung von Grabenlandbächen aus dem Jahr 2016, wird eine weitere Überprüfung des BQE Makrozoobenthos dieses Fließgewässertyps durchgeführt. Dadurch soll eine Überarbeitung der derzeitigen typologischen Zuordnung für eine Klassifizierung nach den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und den damit einhergehenden österreichischen Methodenvorschriften zur Feststellung des ökologischen Zustandes (BQE Makrozoobenthos) ermöglicht werden. Ziel der geplanten Untersuchung ist es, ausgewählte Grabenlandbäche in der "Inneren Differenzierung" anhand zusätzlicher Beprobungen detaillierter zu betrachten um die Datenlage der bereits gewonnenen Ergebnisse zu erweitern. Um den Einfluss der Saison auf die Bewertung (ökologische Zustandsklasse) umfassender zu dokumentieren, sollen weitere sieben ausgewählte Messstellen in der aquatischen Bioregion 14, "Grazer Feld und Grabenland" untersucht werden. Die Probenentnahme und Probenbearbeitung erfolgt nach den Grundsätzen des Multi-Habitat Samplings (gemäß "Leitfaden zur Erhebung der biologischen Qualitätselemente, Teil A2 Makrozoobenthos"). Die Proben werden einer taxonomischen Vollanalyse unterzogen, zur Auswertung wird die Software ECOPROF (i. d. g. F.) herangezogen. Die Bearbeitung des Makrozoobenthos erfolgt durch Fachspezialisten der AG Benthosökologie der BOKU. Einer der Forschungsschwerpunkte der AG Benthosökologie des IHG der BOKU ist die Charakterisierung des Sondertypes "intermittierende Gewässer" anhand charakteristischer MZB-Arten und arbeitet an einer WRRL-konformen Methode zur ökologischen Bewertung dieser Gewässer. Zusätzlich und gleichzeitig werden aus Eigenforschungsinteresse Daten zur qualitativen faunistischen Charakterisierung der Gewässer, Erhebungen der Ephemeroptera, Plecoptera- und Trichoptera-Fauna (Adultstadien) mittels Kescherfängen und Lichtfallenbeprobungen an ausgesuchten Untersuchungsstellen erhoben, um Anpassungen im Lebenszyklus zu erheben.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-11-01 - 2018-10-31

In einer Synthese verschiedener Forschungsprojekte zur Wiener Gewässerlandschaft zeichnen wir den Wandel der Wiener Donaulandschaft ebenso nach, wie jenen der Wienerwaldbäche und die sich verändernde Rolle der Gewässer und des Wassers für das Leben und Wirtschaften in der Stadt. Mit einer zeitlich langfristigen Perspektive über mehrere Jahrhunderte werden die großen Transformationen von Wasser, Gewässern und Stadtentwicklung und die wechselseitigen Einflüsse beschrieben. Eine umwelthistorische Betrachtung ermöglicht es zum Beispiel, einen neuen Blick auf die Zusammenhänge zwischen Dynamik, Gefahren, Hochwasser und Hochwasserschutz zu werfen und deren Wirkung auf die Gegenwart in neuem Licht zu betrachten. Wir analysieren die unterschiedlichen Ressourcen der Wasserversorgung vor der Errichtung der Hochquellenwasserleitungen, beschreiben Wassernutzungen mithilfe Geographischer Informationssysteme (GIS) räumlich und stellen die aus hygienischer Sicht oft problematische Verflechtung von Wasserversorgung und Abwasserentsorgung dar. Wasserbauingenieure, Wasserversorgungskommissionen, Stadtphysikat und Stadtplaner aber auch Fischer, Schiffer oder Müller und deren Praktiken und Infrastrukturen spielen in der Rekonstruktion eine wichtige Rolle, ebenso wie die jeweiligen Technologien und Kenntnisse.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-09-11 - 2018-09-10

Die pH-Werte der Alten Donau waren aufgrund des vermehrten Makrophytenaufkommens und der damit verbundenen verstärkten Photosynthesetätigkeit bereits 2016 im Vergleich zu den Vorjahren innerhalb eines längeren Zeitraumes deutlich erhöht. Grundsätzlich ist aus fischökologischer Sicht und aus Gründen der verbesserten Wasserqualität ein ausgeprägter Unterwasserpflanzenbestand zu begrüßen. Dennoch gilt es das im Jahresverlauf abnehmende Pufferungsvermögen der Alten Donau und das im Frühjahr/Sommer zunehmende Pflanzenwachstum in Hinblick auf pH-Wert Zunahmen intensiv zu beobachten. Langfristig erhöhte pH-Werte stellen für die Fischfauna in zweierlei Hinsicht ein Problem dar. Einerseits führt die Verschiebung des Säure-Basen-Gleichgewichts in den Laugenbereich zu Schäden an Fischgewebe. Dem besonders ausgesetzt sind die empfindlichen Kiemen, was zu einer Nekrose führen kann. Andererseits erwirkt der steigende pH-Wert mit zunehmender Gewässertemperatur eine Autointoxikation der Fische. Das im Gewässer vorhandene Ammonium wird unter den genannten Kriterien zu Ammoniak umgewandelt und führt zur Selbstvergiftung der Fische. Aus diesen Gründen ist im heurigen Rahmenprogramm eine Überprüfung der Konditionsfaktoren sämtlicher in der Alten Donau vorkommender Fischarten vorgesehen. Es werden diverse Netze in das Gewässer eingebracht, um die für die weiteren Analysen notwendigen Fische zu entnehmen.

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