Aktuelles


MEASURES

Fische wandern – Die Donau als Ökosystem-Korridor

Ein dreijähriges Interreg-Projekt mit Focus auf wandernde Fischarten in der Donau und ihren wichtigsten Zubringerflüssen. MEASURES wird vom IHG geleitet und involviert zwölf Partnerinstitutionen aus acht Ländern im Donaueinzugsgebiet von Österreich bis zum Delta in Rumänien. 

Das Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement (IHG) startet die Leitung eines dreijährigen Interreg-Projekts im Zeitraum 2018 - 2021. MEASURES (Managing and restoring aquatic ecological corridors for migratory fish species in the danube river basin) behandelt die Donau und ihre wichtigsten Zubringerflüsse in ihrer Rolle als Ökosystem-Korridore für wandernde Fischarten. An dem Projekt sind zwölf Institutionen aus acht Ländern im Einzugsgebiet der Donau beteiligt.

MEASURES hat folgende Ziele:

Es soll eine Methode zur Identifizierung und Kartierung von Schlüsselhabitaten entwickeln. Es werden Besatzmaßnahmen von zwei Störarten (Acipenser ruthenus, Acipenser gueldenstaedtii) durchgeführt und ein Handbuch für den Betrieb von Fischaufzuchten herausgegeben. Ein Informationssystem wird angelegt um Experten, Entscheidungsträgern, und der allgemeinen Öffentlichkeit Zugang zu den gesammelten Daten zu ermöglichen.


Darüber hinaus sollen die Ergebnisse eine über die Grenzen der Donau-Staaten abgestimmte Strategie zur Restauration und zum Schutz von Ökosystem-Korridoren für zukünftige Managementpläne ermöglichen.

Das Projekt wird von der Europäischen Union kofinanziert (ERDF, IPA)


Download: Infofolder (PDF)

Zuckmückenkurs am IHG

  • Biologin Sabine Schiffels im Gespräch mit Zoologe Dr. Berthold Janecek – Zuckmückenspezialist am IHG der BOKU

Im September vertieften sich TeilnehmerInnen aus Österreich, Italien, Deutschland und der Schweiz in einem Spezialkurs am Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement (IHG) der BOKU in die artenreiche Insektenfamilie der Chironomidae (Zuckmücken), die mit 615 Arten in den Gewässern Österreichs vertreten sind!

Mit Biologin Sabine Schiffels aus Aachen als Vortragende wurden in dem dreitägigen Kurs sehr erfolgreich die Bestimmung dieser taxonomisch anspruchsvollen Familie der Zweiflügler geübt und auch Angaben zu Vorkommen, Verbreitung, Biologie und ökologischer Indikatorfunktion von Zuckmücken vermittelt.

Das sichere Ansprechen von Tierarten ist Grundlage für die Erstellung von Gutachten im Gewässerschutz  und für die ökologische Bewertung von Gewässern und darüber hinaus unverzichtbar für die Erforschung der Biodiversität in heimischen Fließgewässern.
Das Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement (IHG) bietet daher zusammen mit dem Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus jährlich mehrtägige Bestimmungskurse zu Makrozoobenthos-Gruppen (aquatische Wirbellose, die mit bloßem Augen wahrnehmbar sind) an. 

European Sturgeon Conference

Im Rahmen der Österreichischen EU-Ratspräsidentschaft fand am 9. und 10. Juli die European Sturgeon Conference statt, veranstaltet vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus und der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau. Ziel war Strategien zum koordinierten Schutz und integrativen Wiederansiedlungsprojekten über längere Zeiträume zu entwickeln, sowohl im Donauraum als auch auf einer Pan-Europäischen Ebene. Drei Experten des Instituts für Hydrobiologie und Gewässermanagement der BOKU (Thomas FriedrichThomas Hein & Stefan Schmutz) waren dabei als Keynotes geladen um ihre umfassenden Erfahrungen hinsichtlich Gewässersanierung und Schutz und Wiederansiedlung dieser Fischfamilie zu teilen. Ein Besuch der von der BOKU betriebenen Aufzuchtstation rundete das Programm ab.

Cooperation agreement between Egerton University (Kenya), IHE-Delft (the Netherlands) and BOKU

On 27th of June, the Vice Rectors of the three partners Egerton University, IHE-Delft and BOKU ceremoniously signed the cooperation agreement which forms the foundation of the international Joint Degree Masterprogramme Limnology and Wetlandmanagement.

LWM - Limnology and Wetland Management has been the 1st Joint Degree MSc programme established at BOKU in October 2012 – and the 1st Joint Degree programme at the partner universities IHE Delft, Netherlands and Egerton University, Kenya as well. Still it is the one and only joint degree programme with an African university at BOKU!

LWM is a truly international programme attended by students from Africa, Asia, America and Europe – however, Austrian students are very much attracted as well! Up to now we have had six Austrian students attending the whole LWM programme in Austria, Kenya and The Netherlands, plus 21 BOKU students attending LWM modules in Kenya. Hence, LWM contributes to the implementation of the BOKU internationalisation strategy – via the international joint degree set-up, “internationalisation at home”, student & teacher mobility and international networking. Remarkable is the average study duration of 20 months, which may be BOKU-wide the shortest for a Master’s programme. We are proud to announce that LWM generated 49 graduates so far and we are confident that with this cooperation many more will follow.

STRECAFISH Publikation für die Weltnachrichten der Austrian Development Agency (ADA)

STRECAFISH Publikation für die Weltnachrichten der Austrian Development Agency (ADA)

Sile-Silvia Drexler (IHG-BOKU) und Peter Akoll (Makerere-Universität, Kampala,
Uganda) haben einen Artikel in den Weltnachrichten der  Austrian Development Agency (ADA) veröffentlicht.

Der Artikel mit dem Titel "Fische ernten auf Hochschulniveau" findet sich auf" den Seiten 44 und 45 der Ausgabe Nr.2/2018 und kann direkt unter diesem Link gelesen oder als PDF heruntergeladen werden.  

Lunz Kurse 2018

Max Zauner hat einen kurzen Film zu den Lunz Kursen 2018 erstellt.

Radiosendungen und Infos zum Appear-Projekt STRECAFISH

Das Projekt STRECAFISH hat es sich zum Ziel gesetzt, mittels neuer Technologien insbesondere in der Aquakultur die Fischproduktion in Ostafrika und vor allem für Ostafrika zu optimieren. Primär bewegt es sich im kleinbäuerlichen Bereich, so wird z.B. in sogenannten Aquaculture model villages erprobt, wie in der Kleinstproduktion örtliche Bäuerinnen und Bauern davon profitieren können.

Ö1 Interview "Dimensionen" (Ausstrahlung 14.12.2017)

KEF - Welt im Ohr-Interview (Ausstrahlung 19.01.2018)

(c) Herwig Waidbacher

FAUNA AQUATICA AUSTRIACA – 3. Auflage

Faunistisch-systematische Forschung für die österreichische Limnofauna - seit 1. Dezember 2017 ist die FAA in der neusten Version und dritten Auflage verfügbar!

1995 unter der Ägide von Otto Moog erstmals erschienen, wurde die FAA 2002 und 2003 in aktualisierter Form herausgegeben und erfährt mit Anne Hartmann als Mit-Herausgeberin 2017 nun eine neue Auflage.
Die FAUNA AQUATICA AUSTRIACA – kurz FAA – beinhaltet das derzeit bekannte Makrozoobenthos-Arteninventar der Gewässer Österreichs und bietet eine Datensammlung ökologischer Angaben zu diesen aquatischen Organismen.
64 Taxonomen haben mit ihrer faunistischen Forschungsleistung die 3. Auflage des Artenkataloges möglich gemacht und insgesamt 3287 Makrozoobenthos- und 650 Ciliaten-Arten aufgelistet.
Die FAA vereinheitlicht die ökologischen Einstufungen für das Makrozoobenthos und bildet damit die grundlegende Voraussetzung für die Vergleichbarkeit von Untersuchungsergebnissen und für qualitätssichernde Maßnahmen im Rahmen des nationalen Gütemonitorings von Fließgewässern.
Die FAA wurde vom Bundesministeriums für Land- & Forstwirtschaft, Umwelt & Wasserwirtschaft in Auftrag gegeben und wird regelmäßig auf den neusten Stand gebracht.

Antrittsvorlesungen von Thomas Hein und Stefan Schmutz

Am 12.10.2017 haben Univ.-Prof. Mag. Dr. Thomas Hein und Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Stefan Schmutz ihre Antrittvorlesungen abgehalten. Die Medienstelle des ZID hat die beiden Vorlesungen aufgezeichnet und als Stream zur Verfügung gestellt:

Univ.-Prof. Mag. Dr. Thomas Hein:
Panta rhei – Visionen einer interdisziplinären Fließgewässerforschung

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Stefan Schmutz
Fließgewässersanierung heute noch gefragt?

Radiobeitrag auf Ö1 Delikatesse vom Aussterben bedroht - Der Stör soll in unseren Gewässern wieder heimisch werden

Der Beitrag aus der Reihe "Dimensionen - Das Magazin" beschäftigt sich mit den Stören der Donau. Weitere Infos finden SIe auf der Website von Ö1 und der Homepage des Projekts "Life Sterlet".

Limnology and Wetland Management Graduation Ceremony 28 April 2018

The first graduation ceremony was organised for LMW students who are finishing their MSc studies at BOKU in April 2017. 

The LWM graduates celebrated together with friends and families as well as BOKU management members, MSc supervisors and IHG-staff.

See more info on the ceremony and the work of the young researchers here.

LIFE-Projekt zur Wiederansiedelung des Sterlets

Am Beispiel der Störe sind  die drastischen Auswirkungen menschlicher Eingriffe in Flussökosysteme deutlich zu sehen.   Die großen anadromen (flussaufwandernden)  Störarten der Donau sind durch Überfischung und Unterbrechung der Wanderrouten in der Oberen und Mittleren Donau bereits im letzten Jahrhundert ausgestorben. Nur  der kleinere Sterlet  ist in der Oberen Donau noch vereinzelt zu finden, da er dauerhaft im Fluss lebt. Sein Bestand ist jedoch stark bedroht.

Das Ziel des Projektes ist es, den Wildbestand des Sterlets zu stärken und wieder gesunde, selbsterhaltende Populationen in verschiedenen Donauabschnitten zu etablieren. 

Dazu wird/werden in den Jahren 2016 – 2021:

  • eine Aufzuchtstation auf der Donauinsel in Wien errichtet
  • jährlich Jungfische in den Projektgebieten ausgewildert
  • sensible Habitate in den Projektgebieten identifiziert und Empfehlungen zu deren Schutz entwickelt
  • ein Managementplan für den Sterlet in der Oberen Donau erstellt

Die Projektgebiete in denen die Maßnahmen gesetzt werden, liegen in den letzten freifließenden Strecken der österreichischen Donau (Wachau und Nationalpark Donauauen) sowie in der March ausgewählt. Die Gebiete weisen eine hohe Lebensraumvielfalt auf und sind zudem durch vielfältige Revitalisierungsmaßnahmen früherer LIFE Projekten äußerst attraktiv.

Link: Projekthomepage

Buchveröffentlichung:

Buchveröffentlichung:

Österreichs Donau. Landschaft – Fisch – Geschichte

Mathias Jungwirth, Gertrud Haidvogl, Severin Hohensinner, Herwig Waidbacher, Gerald Zauner

Wien, Dezember 2014

Der heutige Zustand der österreichischen Donau, ihrer Landschaften und ihrer Fischfauna ist das Resultat vieler menschlicher Eingriffe. Diese passierten teils erst in den letzten Jahrzehnten, manche reichen aber auch Jahrhunderte zurück. Mit diesem Buch sind wir der spannenden Frage nachgegangen, wie sich das Ökosystem der Donau und ihrer Auen im Laufe der Zeit verändert hat und wie es in der Zukunft weitergehen kann.

Umfangreiche Illustrationen mit alten Stichen, historischen Karten und aktuellen Fotos bereichern das Buch.

Weitere Infos, Bestell- und Downloadmöglichkeit


HyTEC-Versuchsanlage in Lunz/See

Im Rahmen des EU-Projekts MARS (Managing Aquatic ecosystems and water Resources under multiple Stress) werden an der institutseigenen Versuchsanlage HyTEC (Hydromorphological and Temperature Experimental Channels) in Lunz am See Versuche zur Schwallproblematik an Alpinen Flüssen durchgeführt. Unter Schwall versteht man künstliche Abflussschwankungen, die durch die Betriebsweise von Wasserspeicherkraftwerken hervorgerufen werden. Ziel ist es, durch experimentelle Ansätze unter kontrollierten Bedingungen kausale Zusammenhänge bezüglich der Reaktion von Fischen, Makroinvertebraten und Algen auf Schwall- und Sunkphänomene zu erarbeiten.

Ein Umriss dieser Experimente wurde kürzlich im Freshwater Blog veröffentlicht. Der Blog stellt eine Plattform dar, die Wissenschaftlern und Managern im Bereich Gewässerökologie die Möglichkeit bietet, sich über Grenzen hinaus auszutauschen.

HyTEC Anlage in Lunz am See
HyTEC Anlage in Lunz am See (Foto: Sebastian Feld)