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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-09-01 - 2021-08-31

Die Gail und ihre Zubringer sind stark geschiebeführend, weshalb bereits seit dem Jahr 1907 Maßnahmen in Bezug auf den Geschieberückhalt gesetzt wurden. Im Moment gibt es vor allem zwei Problemzonen an der Gail. Die erste umfasst den Bereich um den Geschiebeablagerungsplatz (GAP) in Dellach im Gailtal aus dem bis zum Jahr 2007 Sediment entnommen wurde. In diesem Bereich kommt es zu Eintiefungen von ungefähr 2 m über eine Strecke von 10 km. Die zweite Problemzone befindet sich im Bereich des Presseggersees bis Nötsch kam es in den letzten 40 Jahren zu Anlandungen an den Uferböschungen, dadurch resultiert eine Querschnittsverengung und daraus kommt es wiederum zu einer Erhöhung der Wasserspiegellagen. Im Zuge eines LIFE-Projekts wurden drei 400 m lange Modellstrecken umgesetzt, in denen verschiedene Lösungsansätze zur Verringerung der Anlandungen getestet werden. Die Problematik der Eintiefung am GAP, sowie die der Anlandungen zwischen Presseggersee und Nötsch sind weitestgehend noch unklar. Ein Feststoffmanagementkonzept an der Gail soll das Prozessverständnis verbessern und die Ursachen der vorhandenen Feststoffproblematik identifizieren und interpretieren. Hierfür werden Grundlagendaten wie Sedimenteintrag aus den Zubringern, hydrologische Grundlagen, Sedimentdurchgängigkeit von Bauwerken, Kornverteilungen entlang der Gail und Hydromorphologische Daten analysiert und beurteilt. Weiters wird ein umfangreiches Monitoring durchgeführt, das eine Tracerstudie, Analysen der Deck- und Unterschicht der Flusssohle, direkte und indirekte Messungen des Geschiebetransports beinhaltet. Die dadurch entstehende Geschiebebilanz soll als Grundlage für die Erstellung eines Managementkonzeptes dienen und soll helfen Schlüsselbereiche für prioritär zu setzende Verbesserungsmaßnahmen zu identifizieren.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-11-26 - 2019-05-25

Im Zeitraum 2011 bis 2013 wurde von der BOKU (IWHW und BOKU-MET) das Projekt Powerclim im Auftrag der Verbund AG durchgeführt. Dabei wurden mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt und das Energieerzeugungspotential der Wasserkraft an zehn ausgewählten Einzugsgebieten Österreichs untersucht. Aufgrund der Trockenwettersituationen der letzten Jahre möchte die Verbund AG nun auch mögliche extremere Klimaentwicklungen untersuchen lassen und bietet die Möglichkeit zu einem Ergänzungsauftrag zum Projekt PowerClim. Dabei sollen aufbauend auf den aktualisierten Klimadatensatz ÖKS15 Realisierungen (Ensembles) trockener Wetterverläufe ausgewählt und die daraus resultierende Abflussentwicklung analysiert werden. Des weiteren wird seitens BOKU-MET eine mögliche Veränderung der Wetterlagen im Alpenraum aufgrund des raschen Eisverlustes in der Arktis untersucht , da diese mit längeren Trockenphasen verbunden sein könnten und in weiterführende Modellberechnungen integriert. Die Auswahl der Untersuchungsgebiete umfasst nur eine Teilmenge der ursprünglichen Gebiete, d.h. es werden 3 bis 4 repräsentative Gebiete ausgewählt. Aufbauend auf diesen neuen Ergebnissen ist auch eine Projekterweiterung auf andere Bereiche Österreichs denkbar.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-08-01 - 2018-10-31

In Zusammenarbeit mit dem IISD wird das Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und konstrukitver Wasserbau (IWHW) eine monatliche Wasserbilanz für den Lake Bunyonyi (Uganda) unter historischen und zukünftigen klimatischen Bedingungen für die Zeiträume 1970-2000 und 2041- 2070 erstellen. Das hydrologische Modell COSERO wird für diese Aufgabe aufgesetzt und auf einem monatlichen Zeitschritt ausgeführt. Das Forschungsziel besteht darin, Quantifizierungen von Veränderungen der Wasserhaushaltskomponenten für das Ruhezamyenda-Einzugsgebiet mit dem Lake Bunyonyi als Schwerpunkt zu ermitteln. Das Projekt ist Teil des Nationalen Anpassungsplans zur Untersuchung der Auswirkungen des Klimawandels auf lokaler Ebene, die zu Anpassungsoptionen für das Ruhezamyenda-Einzugsgebiet führen werden.

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