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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-11-01 - 2019-11-30

Kunststoffe sind in der Industrie und im Alltagsleben weitverbreitete und unverzichtbare Materialien. Sie haben vielfältige Funktionen, die zur Bewältigung einer Reihe gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Im Jahr 2016 betrug die weltweite Kunststoffproduktion ca. 335 Mio. Tonnen, wobei 60 Mio. Tonnen aus Europa stammen. Aus einem Bericht der Europäischen Kommission geht hervor, dass die wichtigste Abnehmerbranche die Verpackungsindustrie (ca. 40%) darstellt, gefolgt vom Baugewerbe und dem Automobilbau (ca. 20% bzw. 9%). Die Art und Weise, in der Kunststoffe gegenwärtig hergestellt, verwendet und entsorgt werden, lässt jedoch allzu oft die wirtschaftlichen Vorteile einer stärker „kreislauforientierten“ Wirtschaft ungenutzt und schadet der Umwelt. In Europa entstehen jährlich Kunststoffabfälle in Höhe von rund 25,8 Mio. Tonnen. Davon werden ca. 30% im Sinne der Circular Economy wertstofflich weiterverwendet. Rund 39% der Alt-Kunststoffe wird energetisch genützt und 31% weiterhin deponiert. Somit wird ein Großteil dieser potenziellen Sekundärressourcen nicht im Kreislauf geführt. So fallen in Österreich beispielsweise jährlich ca. 300.000 Tonnen alleine an Verpackungsmaterialien an, wobei lediglich 26% dieser Altstoffe als Regranulate werkstofflich genützt und 74% energetisch verwertet werden. Um der von der Europäischen Kommission im Jahre 2015 ins Leben gerufenen Initiative zur forcierten Kreislaufwirtschaft von Kunststoffabfällen gerecht werden zu können, muss ebenso bedacht werden, dass Kunststoffe aufgrund zunehmender Materialeffizienz bzw. durch den Einsatz von innovativen Additiven und/oder durch die Kombination vielfältiger Materialien immer „dünner“, „more advanced“ oder „smarter“ bzw. funktioneller werden, aber dadurch ihre Recyclingfähigkeit enorm leidet. Im Projekt „NanoAdd“ soll die Rolle dieser „Advanced Nanocomposites“ in der Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen und ihre Auswirkung auf die Recyclingfähigkeit der Produkte näher untersucht werden. Hierfür werden Unternehmensbefragungen über Recyclingfähigkeit sowie spezifische Marktanteile durchgeführt. Des Weiteren sollen branchenspezifische Datenbanken sowie vertiefende ExperInneninterviews durchgeführt werden, um belastbare Daten hinsichtlich der tatsächlich eingesetzten Mengen an innovativen Füllstoffen und Additiven generieren zu können. Diese Daten sind wiederum die Grundlage für Stoffflussanalysen, um die Bedeutung von innovativen Zuschlagstoffen im österreichischen Kunststoffkreislauf quantitativ abbilden zu können. Für die Konkretisierung der Kunststoffanwendungen soll ein Stakeholder-Workshop durchgeführt werden. Zusätzlich werden sowohl die potenziellen Positiv- als auch Negativeffekte von innovativen Kunststoffprodukten zusammengefasst. Die Projektergebnisse sollen in Hinblick auf eine funktionierende Kreislaufwirtschaft in einem Abschluss-Workshop diskutiert werden, um daraus Handlungsempfehlungen ableiten zu können.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2012-12-01 - 2013-10-30

Die Studie „Wasserwirtschaftliche Entwicklung in Überflutungsgebieten: Instrumentenevaluierungsstudie“ hat zum Ziel, aufbauend auf der bundesweiten Umsetzung der HW RL integrative Strategien zur nachhaltigen Reduktion von Hochwasserrisiken in oberösterreichischen Einzugsgebieten zu entwickeln. Die Bearbeitungen im Rahmen von vorangegangenen Projekten haben die Notwendigkeit einer genaueren Analyse der Instrumente des Hochwasserschutzes aufgezeigt. Im Speziellen wurde der Bedarf einer Evaluierung der Wirksamkeit und auch der Wirkung der Instrumentarien im Risiko- sowie Restrisikobereich aufgezeigt. Dabei wurden auch die Dringlichkeit einer Abstimmung und eine verbesserte Kommunikation der Handlungsakteure festgestellt. Unter Berücksichtigung von legistischen und ökonomischen Aspekten soll die Anwendbarkeit und das Zusammenwirken verschiedener Instrumentarien zur Vermeidung bzw. Verminderung von Hochwasserschäden in Risiko- und Restrisikogebieten erörtert werden. Die differenzierte Analyse der Gebiete soll mittels Verschneidung der APSFR-Gebiete Aussagen, Empfehlungen sowie Defizite in der derzeitigen Planungsmethodik enthalten.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-07-02 - 2019-02-01

Bereits in der ersten Projektphase wurde der Schotterfang im Wertheimsteinpark (1190 Wien) im Rahmen eines physikalischen Modellversuchs im Maßstab 1:10 hinsichtlich der hydraulischen Funktionsfähigkeit untersucht, da das absetzte Sediment im Schotterfang bei größeren Durchflüssen in den RHSK ausgetragen wird. Das ausgetragene Sediment verlandet anschließend im darauffolgenden Kanalabschnitt (rechter Hauptsammelkanal RHSK). Bei den Modellversuchen konnte, bei einem Naturdurchfluss größer als 2.5 m³/s eine asymmetrische Aufteilung der Strömung, bedingt durch die Geometrie (Aufweitung) am Beginn des Schotterfangs, festgestellt werden. Dies hat zur Folge, dass nur eines der beiden im Schotterfang befindlichen Absetzbecken durchströmt wird, wodurch es im durchströmten Becken zu erhöhten Fließgeschwindigkeiten und zum Sedimentaustrag kommt. Ziel dieser Projektphase ist es die Strömung im Schotterfang auch bei erhöhten Durchflüssen zu vergleichmäßigen um die Sedimentationswirkung im Schotterfang zu erhöhen. Dazu ist die genaue Untersuchung der Strömungsbedingungen im Aufweitungsbereich und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Sedimentdynamik notwendig.

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