STREFOWA


STREFOWA - Strategies to reduce food waste

Das erste Jahr des dreijährigen EU-Projektes Strefowa (Strategies to reduce food waste) ist vorüber und es gibt bereits jetzt viele interessante Neuigkeiten.

Gemeinsam mit 8 Partnern aus insgesamt 5 verschiedenen zentraleuropäischen Ländern (Österreich, Ungarn, Polen, Tschechien, Italien) werden verschiedenste Pilotaktionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette umgesetzt.

Im Mai wurde eine großangelegte Haushaltsumfrage zum Thema Lebensmittelabfälle durchgeführt. Diese wurde von 2159 Personen vollständig beantwortet. Das Ziel der Umfrage war es, Konsumenten in Gruppen zu unterteilen, die es ermöglichen, für deren Bedürfnisse maßgeschneiderte Vermeidungsmaßnahmen zu finden. Die Auswertung der Daten führte unter anderem zu folgenden Erkenntnissen: Für einen erheblichen Teil der Lebensmittelabfälle (ca. 23%) werden andere Entsorgungswege als der Restmüll oder die Biotonne genutzt. Dies erschwert die Schätzungen zum tatsächlichen Lebensmittelabfallaufkommen aus Haushalten. Desweiteren konnten erhebliche Unsicherheiten betreffend der richtigen Lagerung von Lebensmitteln festgestellt werden. Dies betrifft in erster Linie den Umgang mit Obst und Gemüse, z.B. lagern 55% der Teilnehmer ihre Weintrauben bei Raumtemperatur obwohl diese im Kühlschrank deutlich länger halten würden und keine geschmacklichen Einbußen zu erwarten sind. In weiterer Folge wurde erhoben wie, zu welchen Inhalten und in welchen zeitlichen Abständen die Teilnehmer gerne über Lebensmittelabfallvermeidung informiert werden möchten. Ein Großteil der Teilnehmer wünscht sich beispielsweise vertiefende Informationen zum Umgang mit dem Produkt direkt auf der Verpackung.
Mit Beginn der Erntezeit startete unsere Pilotaktion 1, die sich mit Ernteverlusten und Nacherntepotentialen auseinandersetzt. Zwiebel-, Erdäpfel- und Kürbisfelder wurden bereits analysiert. Weitere Sorten folgen noch im Herbst.

Eine weitere Pilotaktion beschäftigt sich mit der Erstellung von Schulmaterialien für die Unterstufe der NMS und AHS Schüler. Bislang gab es kaum geeignete Materialien für diese Altersstufe. Die entwickelten Arbeitsblätter werden an unterschiedlichen Schulen getestet und durch Feedback von Lehrern und Schülern optimiert und sollen anschließend Schulen in ganz Österreich zur Verfügung gestellt werden. Außerdem wurde das Workshopkonzept "Tatort: Biotonne" entwickelt. Dieses kreative und leicht abwandelbare Konzept kann für verschiedene Altersgruppen eingesetzt werden. Es ermöglicht es den Kindern selbst die Ursachen für Lebensmittelabfälle zu erforschen und Vermeidungsmöglichkeiten spielerisch kennenzulernen.

Am 23. und 24. September fand im Rahmen des Wiener Mistfestes der erste Teil unserer Roadshow statt. Kinder und Erwachsene hatten die Möglichkeit von uns wertvolle Tipps und Tricks zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen zu erfahren und natürlich wurde auch viel über das Projekt geplaudert. Es war schön zu sehen, wie viele Menschen einer Veränderung der eigenen Gewohnheiten positiv gegenüberstehen und aktiv auf uns zukamen. Vielen Dank an dieser Stelle auch noch einmal an das Biohotel Retter sowie das Restaurant Edelsberger für das Bereitstellen der Preise für unser Gewinnspiel!


Kontakt: DI Gudrun Obersteiner