Projekte


Ausgewählte Projekte

Abfallvermeidung in der österreichischen Hotellerie

Österreich ist ein beliebtes Urlaubsland. Die Nächtigungszahlen steigen stetig, aber nicht nur diese. Pro Übernachtung produzieren Touristen etwa gleich viel Abfall wie Einwohner. Der Umgang mit Abfällen ist damit für Hotels ein wesentliches Thema und zahlreiche Initiativen motivieren Hotels dazu, Einzelverpackungen aus dem Sortiment zu entfernen oder Lebensmittelabfälle in der Hotelküche zu reduzieren.

Dieses Projekt möchte darüberhinausgehend Hoteliers und Gäste dazu animieren, noch einen Schritt weiter in Richtung Abfallvermeidung zu gehen. Ziel ist die Vermeidung von Abfällen in der österreichischen Hotellerie unter Einbeziehung der gesamten Lieferkette bis zum Gast. Gemeinsam mit 4 Pilothotels werden abfallvermeidende Maßnahmen erarbeitet, in einer 6-monatigen Testphase umgesetzt und Abfallzahlen sowie Erfahrungen aus der Praxis in Zielerreichungsgesprächen und Workshops mit den Pilothotels evaluiert. Mit Zulieferern und Produzenten wird eine Maßnahmenliste erarbeitet, wie (Verpackungs‑)Abfälle vermieden werden können. Die aufbereiteten Ergebnisse werden am Ende des 3-jährigen Projekts in einem Leitfaden zusammengefasst, der für die gesamte österreichische Hotellerie zugänglich sein wird.

Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier

Projektpartner: Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Zero Waste Austria

Projektlaufzeit: 09/2017-08/2020

Kontakt: Dipl. Gudrun Obersteiner


https://www.boku.ac.at/

URBANWASTE - Strategie zur Abfallwirtschaft in touristischen Städten

URBANWASTE („Urban Strategies for Waste Management in Tourist Cities“) ist ein dreijähriges Forschungsprojekt finanziert durch das EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 unter der Koordination der Regierung der Kanarischen Inseln. Das Ziel von URBANWASTE ist es, umweltfreundliche und innovative Abfallvermeidungs- und Managementstrategien für ausgewählte Städte mit hohem Tourismusaufkommen zu entwickeln, um die städtische Abfallproduktion zu verringern und die Wiederverwendung, das Recycling, sowie die Sammlung und Entsorgung von Abfällen zu unterstützen. Im Rahmen des URBANWASTE Projekts arbeitet das ABF-BOKU gemeinsam mit weiteren Partnern an der Entwicklung von Strategien, wie Tourismusdestinationen diesen abfallwirtschaftlichen Herausforderungen begegnen können. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Projektpartner: Multi-Stakeholder Projektkonsortium von URBANWASTE bestehend aus 27 Partnern aus 12 europäischen Ländern mit u.a. führenden Universitäten, weiteren Forschungsinstitutionen so wie Vertretern von lokalen und regionalen Behörden und Abfallwirtschaftsverbänden.

Homepage: www.urban-waste.eu

Kontakt: Dipl.Gudrun Obersteiner

ship_rec: Nachhaltiges Shiprecycling durch integrierte abfallwirtschaftliche Ansätze in China (EU-China Environmental Sustainability Programme, 2013-2016)

Das Hauptziel dieses Projekts ist die Verbesserung der Nachhaltigkeit des Schiffrecycling-Sektors in China. Nachhaltige und integrierte Schiffrecycling-Aktivitäten können eine große Menge von Sekundärrohstoffen bereitstellen was v.a. für China mit einer stetig steigenden Nachfrage an Sekundärrohstoffen wichtig ist. Allerdings führt die Verschrottung von Schiffen gegenwärtig auch zu Umweltproblemen, im Besonderen durch die Erzeugung und unsachgemäße Entsorgung von festen und flüssigen gefährlichen Abfällen (z.B. Öle, Treibstoffe, Asbest, Schwermetalle etc.). Der Fokus des Projektes liegt darauf, bei gleichzeitiger Steigerung der Ressourceneffizienz, die Emissionen des Schiffsrecycling-Sektors zu vermindern sowie Arbeitsschutz und -sicherheit zu verbessern.

Projektpartner: Beijing University of Civil Engineering and Architecture, National Solid Waste Management Centre of China, China Association of Resource Comprehensive Utilization

Homepage: http://shiprec.boku.ac.at

Kontakt: Dipl.-Ing. Roland Ramusch (geb. Linzner)

REFRESH

REFRESH ("Resource Efficient Food and dRink for the Entire Supply cHain") ist ein europäisches Horizon 2020 Projekt. Ziel ist es innovative Ansätze zur Vermeidung und Verwertung von Lebensmittelabfällen zu untersucht.Hierfür kooperieren 26 Partner aus 12 europäischen Ländern und China, um Lebensmittelabfälle in Europa bis 2025 um 30% zu reduzieren und übertragbare Lösungsansätze zu entwickeln.

REFRESH läuft von Juli 2015 bis Juni 2019.

Ziele sind:

  • Entwickeln von strategischen Übereinkommen zur Lebensmittelmeidung mit der öffentlichen Verwaltung, Wirtschaft und örtlichen Interessensvertretern in vier Testländern (Spanien, Deutschland, Ungarn und den Niederlanden)
  • Formulierung von EU Policy Empfehlungen und Unterstützung bei der nationalen Umsetzung von lebensmittelabfallrelevanten Ansätzen
  • Entwickeln von innovativen Technologien zur Verwertung von Lebensmittelabfällen

Homepage: www.eu-refresh.org
Kontakte: Dipl. Ing. (FH) Silvia Scherhaufer

FUSIONS (Food Use for Social Innovation by Optimising waste prevention Strategies)

Effizientere Nutzung von Ressourcen und eine deutliche Reduktion von Lebensmittelabfall entlang der Wertschöpfungskette vom Feld bis zum Teller. Das ist das Ziel von FUSIONS, einem 4 Jahre dauernden europäischen FP7-Projekt, welches Universitäten, Wissenseinrichtungen, Konsumentenorganisationen und Unternehmen vereint. Ihr Bestreben ist die Vermeidung von Lebensmittelabfällen durch Stimulation von sozialen Innovationen in Fallstudien, durch die Bewertung von Methoden zum Monitoring und der Entwicklung von Leitfäden für nationale und EU-Entscheidungsträger.

Homepage: http://www.eu-fusions.org | FUSIONS auf Facebook

Kontakt: Dipl.-Ing. Gudrun Obersteiner

 

 

ZeroWin (Towards Zero Waste in Industrial Networks)

Im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU beteiligt sich das ABF-BOKU an einem internationalen Projekt zur Vermeidung von betrieblichen Abfällen. Ziel des Projekts ist es, der Vision von „Zero Emissions and Zero Waste“ im Rahmen von industriellen Netzwerken einen Schritt näher zu kommen. Die Auswirkungen von Abfallvermeidungsmaßnahmen für Produkte unterschiedlicher Industriesektoren, wie Photovoltaik, Elektronik und dem Bausektor werden vom ABF-BOKU bewertet.

Homepage: www.zerowin.eu

Kontakt: Dipl.-Ing. Gudrun Obersteiner

REWIN

Das Project REWIN zielt auf eine Schließung von Stoffkreisläufen bei der Herstellung und Verwertung von Elektronikprodukten in der VR China ab. Zu diesem Zweck wird in einem ersten Schritt ein Abfallnachweissystem entwickelt und etabliert. Dies ist von besonderer Bedeutung, um präzisere Informationen über Mengen und Qualitäten der Produktionsabfälle aus diesem Sektor zu gewinnen. Als zweiter Schritt wird eine Börse für Sekundärmaterialien eingerichtet, wo Angebot und Nachfrage abgeglichen werden können. Aufbauend auf den Daten aus dem Abfallnachweissystem werden Potentiale zur Erhöhung der Ressourceneffizienz identifiziert (zB. durch die Verringerung von Verschnitten und anderen Verlusten, verstärkter Einsatz von Sekundärmaterialien) und anhand von best-practice Beispielen dargestellt. Als Beitrag zum übergeordneten Ziel der Kreislaufschließung wird auch die Recyclingtechnologie für Elektroaltgeräte optimiert, weiters werden Optionen für recyclinggerechtes Konstruieren (Design for Recycling) untersucht. Diese Aktivitäten werden von Trainings- und Fortbildungsprogramme für Hersteller, Recycler und Behörden begleitet.

Homepage: www.rewin-china.net

Kontakt: Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Stefan Salhofer

TransWaste (Formalisierung der informellen Sammlung und grenzüberschreitenden Verbringung von Abfällen und Wertstoffen in Zentral- und Osteuropa)

Das CENTRAL EUROPE Projekt „TransWaste“ bietet und entwickelt mögliche Lösungen für ökologische, soziale und finanzielle Probleme, die durch die informelle Abfallsammlung und die grenzüberschreitende Verbringung von Abfällen hervorgerufen werden. Sieben Partnerorganisationen aus Österreich, Deutschland, Ungarn, Polen und der Slowakei arbeiten zwischen Januar 2009 und Dezember 2012 unter der Leitung des Institutes für Abfallwirtschaft der Universität für Bodenkultur in Wien zusammen

Homepage: www.transwaste.eu

Kontakt: Dipl.-Ing. Gudrun Obersteiner

KLIMONEFF – Klimagasmonitoring zur Optimierung der Energiebilanz und Verfahrenseffizienz bei Biogasanlagen (FFG-Projekt 2011- 2013):

In dem seit Juni 2011 laufenden Projekt KLIMONEFF, das aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert wird, werden Optimierungspotentiale zur Effizienzsteigerung von diversen Verfahrenseinheiten und Anlagenteilen bei Biogasanlagen erhoben. Dabei kommen einerseits innovative Open-path Messtechnologien (erstmals in Österreich für laufende Messungen angewandt) sowie Gärrestuntersuchungen unterschiedlicher Anlagen zum Einsatz. Parallel dazu soll basierend auf realen Messwerten ein Quantifizierungstool für Treibhausgasemissionen entwickelt werden. Durch das Aufspüren und Quantifizieren von Methanverlusten aus diversen Anlagenteilen können in Zukunft gezielt Optimierungsmaßnahmen gesetzt werden um die Energieeffizienz von Biogasanlagen zu steigern.

Homepage: Abfallanalytik und Emissionsmonitoring

Kontakt: Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Marion Huber-Humer

LIFE08 ENV/IT/000429, Upgrading of landfill gas for lowering CO2 emissions, 2010 - 2012.

Kontakt: Mag. Peter Mostbauer

NUTZRAUM: Nutzungsspezifische Altlastensanierung, Technologie, Umweltressourcen und Raum - PP1: In-situ Aerobisierung Mannersdorf (2007 – 2011 bzw. 2014)

Im Rahmen des Projektpakets 1 des Forschungsprojektes NUTZRAUM wurde eine der ersten großtechnischen In-situ Aerobisierungsanlagen  auf einer Altablagerung in Österreich über drei Jahre hindurch wissenschaftlich begleitet.  Ein wichtiger Fokus im Rahmen dieses Projektes lag auf der Bewertung der verbleibenden Restreaktivität und des daraus resultierenden Emissionspotentials der abgelagerten Abfälle, die mit konventionellen und neuen Analysemethoden durchgeführt wurde.

Prinzipielles Ziel einer In-situ Aerobisierung (Niederdruckbelüftung eines Abfallkörpers über den Zeitraum von einigen Jahren) ist es, die noch biologisch abbaubaren Abfälle durch beschleunigten Umsatz der organischen Substanz zu mineralisieren und stabilisieren.

Derzeit (bis 2014) läuft noch das weitere wissenschaftliche Monitoring und die Dokumentation am Standort Mannersdorf.

Kontakt: Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Marion Huber-Humer

Sustainable Solid Waste Management - Composting of Local Organic Waste in Addis Ababa

Gemeinsam mit Partnern aus Äthiopien und dem Centre for Development Research an der BOKU wird in einem Stadtteil der Hauptstadt Addis Ababa die getrennte Sammlung von organischen Abfällen umgesetzt. Diese Abfälle werden in einer dezentralen Anlage kompostiert und das Endprodukt als lokal verfügbares Düngemittel eingesetzt. Zusätzlich wird gemeinsam mit einem Labor vor Ort ein Training zur Feststellung der Kompostqualität durchgeführt.

Mehr Informationen finden Sie [hier].

Homepage: Forschungsportal BOKU

Kontakt: Dipl.-Ing. Roland Linzner