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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-01-01 - 2018-06-30

Vorhandene Unterrichtsmaterialien zum Thema Abfallvermeidung und –trennung werden aktuell, wenn überhaupt, nur in Volksschulen zumeist im Rahmen der Tätigkeit der österreichischen AbfallberaterInnen angenommen. Lehrerfortbildungskurse wurden mangels Interesse wieder aufgelassen und vor allem in den höher bildenden Schulen findet das Thema kaum Einzug. Eine Recherche ergab, dass in den allgemeinbildenden und berufsbildendenden höheren Schulen, das Thema Abfall weder in den Lehrplänen noch in der Lehrerfortbildung verankert ist. Im Rahmen des vorgeschlagenen Projektes wird daher der neue Ansatz gewählt nicht nur Materialien vorzubereiten, sondern das Thema im Regelunterricht zu implementieren und in weiterer Folge in den Curricula von Tourismusschulen zu verankern. Ebenfalls neu und innovativ ist der Ansatz, die entwickelten Unterrichtsmaterialen in den Schulen zu testen und durch das Feedback der SchülerInnen zu optimieren. Ein dritter wesentlicher neuer Ansatzpunkt ist der Fokus auf die Ausbildung von zukünftig im Tourismus, Hotellerie und Gastronomie tätigen und verantwortlichen Personen, da dies jenen Bereich beeinflusst, in dem erwiesenermaßen außerhalb des Haushaltsbereiches besonders hohes Potential für die Vermeidung v.a. von Lebensmittelabfällen identifiziert werden konnte. Das geplante Projekt setzt genau an der oben beschriebenen Ausgangssituation an und möchte sich nicht zuletzt die besondere Sensibilität von Jugendlichen im Alter ab 14 Jahren zu Nutze machen. In Vorgesprächen mit dem Sprecher der Tourismusschulen Österreichs wurde dabei die dritte Schulstufe als besonders praktikabel für die Implementierung einer entsprechenden Lehreinheit zum Thema Abfallvermeidung identifiziert. Gemeinsam mit Direktoren und Lehrenden von drei Pilotschulen (Tourismusschulen Semmering, Modul Wien und St. Pölten – deren Bereitschaft und Interesse zur konkreten Umsetzung liegt vor) werden Lehrinhalte zum Thema Abfallvermeidung mit dem Fokus auf Lebensmittelabfallvermeidung speziell für die Zielgruppe Tourismusschulen vorbereitet, im praktischen Unterricht verankert und im Rahmen des Unterrichtsgegenstandes „Küchenführung und Organisation“ auf ihre Tauglichkeit getestet.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-01-01 - 2017-04-30

In der Vergangenheit wurden Sortieranalysen zur Bestimmung der Zusammensetzung von Restmüll mit unterschiedlichen Ansätzen durchgeführt. Dies betrifft ua. die Probenahme (aus dem Sammelfahrzeug, aus Sammelbehältern), die Bestimmung des Stichprobenumfangs und die statistische Auswertung der Ergebnisse. Damit sind die Ergebnisse dieser Analysen nur bedingt vergleichbar. Ziel des Vorhabens ist die Erarbeitung eines Leitfadens für die Planung und Durchführung von Sortieranalysen für Restmüll. Die Bearbeitung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Technischen Arbeitsgruppe Sortieranalysen, die seitens des BMLFUW koordiniert wird.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-01-01 - 2019-12-31

Ein wichtiges Ziel der Kreislaufwirtschaft ist das Schließen von Materialkreisläufen, also das Wiederverwenden von Materialien, die einmal Abfall waren und als Sekundärrohstoffen in der Wirtschaft eingesetzt werden. Dieses Projekt widmet sich der Untersuchung der ungenützten Ressourcenpotentiale in der österreichischen Wirtschaft, sowie den Gründen und bestimmenden Faktoren. Der zugrundeliegende ökonomische Mechanismus, der die Bereitstellung und Verwertung von Sekundärrohstoffen bestimmt, wird anhand von erfolgreich geschlossenen Kreislaufen untersucht. Methodisch bedient sich das Projekt einerseits der volkswirtschaftlichen Input-Output-Analyse für die Erstellung der Mengenstruktur der österreichischen Wirtschaft, andererseits mikro-ökonomischer Analysen verbunden mit Expertenmeinungen für die Abbildung des Zusammenspiels der Transaktionskosten, Grenzeffekte und Recyclingerträge. Die Ergebnisse zeigen für relevante Materialströme den Stand der Verwertung heute, das künftige Potential zur Ausweitung der Verwertung und den zugrundeliegenden ökonomischen Mechanismus. Basierend auf diesen Analysen werden die ungenützten Ressourcenpotentiale identifiziert und ökonomische Maßnahmen und Ansatzpunkte abgeleitet.

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