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Universität für
Bodenkultur Wien

Gregor Mendel Straße 33
A-1180 Wien, Österreich
Tel. (+43 1) 47654- 0
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Abfallwirtschaft an der BOKU


Unser Leitbild

Klimawandel, Wasser- und Bodenbelastungen bewirken globale und lokale Umweltveränderungen. Diesen müssen wir mit einer umsichtigen Nutzung unserer Ressourcen begegnen. Die Vorhersage von Gefahren, die uns und unseren Lebensraum bedrohen erfordert moderne und innovative Prognosemethoden, deren Abwehr ökologisch nachhaltig wirkende Maßnahmen.

Im Rahmen der BOKU-Kompetenzfelder Boden – Ökosysteme und Wasser – Klima – Umwelt entwickelt die Abfallwirtschaft innovative Konzepte, Methoden und Verfahren

  • zur Schließung von natürlichen und anthropogenen Stoffkreisläufen
  • zur emissionsarmen Abfallbehandlung
  • zum Monitoring und zur Sanierung von Umweltschäden und
  • zur nachhaltigen Integration von endgültig abzulagernden Abfällen in die Kulturlandschaft.

Natürliche Prozesse sind dabei unser Vorbild, Vertiefung in naturwissenschaftlichen Fragestellungen erhöht unsere Kompetenz im angewandten Bereich.

In der Lehre legen wir besonderes Gewicht auf den sorgsamen Umgang mit unseren Ressourcen und Produkten und auf das kritische Hinterfragen der politisch vorgegebenen abfallwirtschaftlichen Zielsetzungen, insbesondere deren ökologische und ökonomische Auswirkungen.

Die an der BOKU vorhandene vielfältige und vernetzte Fachkompetenz ermöglicht für uns und mit uns Partnerschaften in einem sonst in Österreich nicht vorhandenen Ausmaß.


Unsere Kompetenzfelder

sind

  • Biologische Prozesse in der Abfallwirtschaft
  • Ablagerungen, anorganische Abfälle und deren Langzeitverhalten
  • Abfall-Logistik 
  • Abfallanalytik und Versuchswesen

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Entwicklung des Institutes und dessen Schwerpunkte an der BOKU

Bis 1993 wurde die Abfallwirtschaft an der Universität für Bodenkultur Wien als kleiner Teilbereich der Wasserwirtschaft durch Ziviltechniker Werner Lengyel in der Lehre vertreten. Erst mit der Einrichtung einer eigenen Professur wurde der Grundstein für die eigenständige Entwicklung einer abfallorientierten Forschung und einer forschungsgeleiteten Lehre geschaffen.

Waren die anfänglichen Schwerpunkte die getrennte Müllsammlung und die Kompostierung, so waren die nächsten Jahre sehr stark von der europaweit geführten Diskussion thermische versus biologische Abfallbehandlung geprägt. Damit eröffneten sich für das Institut zwei weitere Forschungsbereiche:

Die Mechanisch-biologische Abfallbehandlung (MBA) und die Entsorgung und Verwertung von Verbrennungsrückständen (MVA-Schlacken). Der Hintergrund dieser Diskussion war die Tatsache, dass unbehandelt abgelagerte Abfälle in so genannten Reaktordeponien zu den maßgeblichen Emittenten des Treibhausgases Methan zählen. Die Notwendigkeit einer Abfallvorbehandlung erlangte in Österreich 1996 Gesetzeskraft. Die wissenschaftlichen Grundlagen dafür lieferten die Wissenschafter des Instituts. Vollständig umgesetzt wurde diese Zielvorgabe allerdings erst mehr als zehn Jahre später. Weltweit sind Reaktordeponien heute noch Status quo. Deponiegas und dessen Entsorgung war damit der nächste ABF-Schwerpunkt.

Heute hat das Institut eine über Europa hinausgehende anerkannte Forschungsposition im Bereich der biologischen Methanoxidation. 1995 eröffnete sich mit dem Umzug in eigene Räumlichkeiten die Möglichkeit auch abfalltechnische Versuche und Laboruntersuchungen durchzuführen.

Der Beginn des Fachgebietes Abfallanalytik:
Das stetig steigende Abfallaufkommen war für die Entsorgungsindustrie ein hoch interessantes Geschäftsfeld. Fragen nach den Ursachen, beginnend bei der nachhaltigen Entwicklung der Produkte bis hin zu ihrer Entsorgung stellten zu dieser Zeit nur wir WissenschafterInnen.

Die Analytik organischer Substanzen mithilfe moderner Methoden ermöglichte zur Jahrtausendwende die Etablierung von zwei wichtigen angewandten Forschungsbereichen, die Optimierung der Prozessführung von biologischen Behandlungsverfahren in Abhängigkeit von der Zielsetzung, Mineralisierung im Fall der anschließenden Deponierung, Humusaufbau im Fall der Herstellung eines hochwertigen Kompostes sowie die Erforschung der Senkenfunktion des Bodens für CO2.

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Team

Unser Team besteht aus Professoren, AssistentInnen, wissenschaftlichen und technisch-administrativen MitarbeiterInnen, Studierenden und externen LektorInnen.
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Institutsausstattung

Unser Institut verfügt neben den Büroräumlichkeiten auch über ein Laboratorium sowie eine fachspezifische Bibliothek.
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